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Demag Cranes halten 15.06.2010
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Demag Cranes (ISIN DE000DCAG010 / WKN DCAG01) weiterhin mit "halten" ein.
Demag Cranes habe zuletzt die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 veröffentlicht: Die Umsatzerlöse hätten sich um 15,2% auf 227,4 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr verringert.
Mit Blick auf die Segmente seien die Industriekrane die treibende Kraft für diesen Rückgang gewesen. Die Umsätze mit diesen Produkten seien in Q2 um 27% rückläufig gewesen. Dieser hohe prozentuale Rückgang begründe sich im Wesentlichen durch die noch hohen Umsätze in Q2 des Vorjahres in diesem spätzyklischen Segment. Die Umsätze seien erst seit dem Q3 des vergangenen Geschäftsjahres deutlich rückläufiger gewesen.
Im Segment Hafentechnologie seien die Umsätze um -0,6% gesunken. Dieser moderate Rückgang habe an dem bereits schwachen Vorjahresquartal gelegen. Gegenüber dem Q1 habe der Umsatz zumindest um 8,3 Mio. EUR erhöht werden können. Die Umsätze hätten im Wesentlichen aus dem Verkauf von Hafenmobilkranen resultiert. Das Geschäft mit den automatisierten Produkten sei nahezu zum Erliegen gekommen. Im Segment Service, das sich in der Krise recht stabil gezeigt habe, seien die Umsätze in Q2 leicht um -1,5% auf 73,0 Mio. EUR gesunken.
Das operative EBIT habe sich in Q2 auf 10,5 Mio. EUR belaufen (19,4 Mio. EUR). Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und Abschreibungen auf Zeitwertdifferenzen habe es bei 8,7 Mio. EUR gelegen. Im Segment Industriekrane habe sich das operative EBIT auf 1 Mio. EUR belaufen (9,4 Mio. EUR). Neben fehlender Auslastung verzeichne das Unternehmen hier weiterhin einen unvorteilhaften Produktmix (mehr Prozesskrane, weniger Komponenten).
Im Segment Hafentechnologie habe sich das EBIT durch das Restrukturierungsprogramm von -4,4 Mio. EUR auf -0,3 Mio. EUR verbessert. Im Segment Services seien die Erträge mit 12,9 Mio. EUR (14,9 Mio. EUR) relativ stabil geblieben. Zwar seien die Margen in diesem Segment insgesamt weiter von 18,3% in Q1 auf 17,7% in Q2 gesunken, jedoch habe in absoluter Betrachtung das Ergebnis um 1,2 Mio. EUR gesteigert werden können.
Die Auftragseingänge hätten sich bei Demag Cranes im zweiten Quartal auch wieder besser gezeigt. Im Segment Industriekrane hätten sie mit 93,9 Mio. EUR (-0,8%) zwar nur auf dem Niveau des Vorjahresquartal gelegen, aber schon wieder um 7,4 Mio. EUR höher als in Q1. Im Segment Hafentechnologie habe der Auftragseingang um 29,8% auf 44,3 Mio. EUR angezogen. Auch im Segment Services habe sich der Auftragseingang zuletzt besser entwickelt. Er habe mit 77,4 Mio. EUR um 8,3% über dem Niveau aus dem Vorjahresquartal und um 14,6% über dem Niveau aus dem Auftaktquartal gelegen.
Am 21. Mai sei bekannt geworden, dass der Eigenkapitalinvestor Cevian Capital mit knapp 10% neuer Großaktionär bei Demag Cranes sei. Der schwedische Finanzinvestor schließe eine Erhöhung des Anteils nicht aus. Der Erwerb einer Sperrminorität sei aber nicht geplant.
Demag Cranes habe zuletzt den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Die Umsätze würden unter dem Niveau des vorherigen Jahres liegen (BHLe: -10,6% auf 936 Mio. EUR). Die operative Marge sollte sich im mittleren einstelligen Bereich bewegen (BHLe: 5,9%). Für das laufende Geschäftsjahr seien Kosteneinsparungen von 60 Mio. EUR anvisiert. Bereits nach sechs Monaten habe die Gesellschaft 40 Mio. EUR annualisiert realisieren können. Einen wichtigen Beitrag trage die Integration der gesamten Organisation bei, das heiße der Zentralisierung von Shared-Service-Leistungen (Demag Cranes & Components GmbH und Gottwald Port Technology GmbH).
Treiber für das operative Ergebnis werde der Bereich Services sein. Die Gesellschaft erwarte in diesem Bereich eine Marge auf Vorjahresniveau von 20% (BHLe: 19,8%). Nach zwei Quartalen betrage der Umsatzrückgang in diesem Bereich um 14%. Allerdings seien sowohl Auftragseingang als auch Umsatz in Q2 besser ausgefallen als in Q1. Man erwarte, dass sich dieser Trend im zweiten Halbjahr fortsetzen werde. Damit sollte es möglich sein, in diesem Segment Umsätze auf Vorjahresniveau zu erzielen (BHLe: 296 Mio. EUR; -0,5% yoy). Daraus würde ein EBIT von etwa 59 Mio. EUR resultieren. Dies würde fast 90% des von den Analysten erwarteten EBIT von 67 Mio. EUR vor Holdingkosten (10 Mio. EUR) und sonstigen nicht operativen Belastungen (5 Mio. EUR) entsprechen.
Nach einem Rückgang der Umsätze im spätzyklischen Segment Industriekrane um 29% im ersten Halbjahr, rechne man im zweiten Halbjahr mit einem leicht höheren Umsatzniveau als im ersten Halbjahr. Durch den Basiseffekt, das zweite Halbjahr 2008/09 sei in diesem Segment schon stark rückläufig gewesen, erwarte man auf Jahressicht einen Umsatzrückgang um 17% auf 455 Mio. EUR.
Angabegemäß liege der Break-even-Umsatz bei etwa 470 Mio. EUR. Die Analysten würden aber denken, dass im laufenden Geschäftsjahr durch die Kurzarbeit bereits bei einem niedrigeren Umsatzniveau mit einem positiven EBIT gerechnet werden könne (BHLe: 8 Mio. EUR). Demag prognostiziere in diesem Bereich eine nachlassende Margenqualität, da der Anteil des margenstarken Komponentengeschäftes sinken werde. Durch die Kostensenkungsmaßnahmen solle der Break-even, trotz nachteiligerem Umsatzmix, auch im nächsten Geschäftsjahr bei 470 Mio. EUR liegen.
Der Bereich Hafentechnologie sei mit seiner hohen Abhängigkeit von der Weltschifffahrt ebenfalls stark an die Gesamtwirtschaft gebunden. Größere Projekte wie London Gateway seien weiterhin eine Hängepartie. Ziel sei es, hier den Break-even auf 200 Mio. EUR zu senken. Man erwarte einen Umsatz von etwa 185 Mio. EUR und ein EBIT von 1,4 Mio. EUR.
Die Analysten würden die Umsätze in den Segmenten Industriekrane und Hafentechnologie im kommenden Jahr nur leicht über den anvisierten Break-even-Niveaus sehen. Damit sollten sich die EBIT-Beiträge der Segmente im kommen Jahr im Rahmen halten. Ihre Prognosen für das kommende Geschäftsjahr lägen auf der Ertragsseite unter Konsens (EBIT: 76 Mio. EUR, Quelle: FactSet). Das Kursziel der Analysten erhöhe sich seit ihrer letzten Studie von 25,00 EUR auf 28,00 EUR durch gestiegene Marktmultiples.
Die Anlageempfehlung der Analysten vom Bankhaus Lampe für die Aktie vom Demag Cranes lautet damit unverändert "halten". (Analyse vom 15.06.2010) (15.06.2010/ac/a/d)
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